Holz war schon immer etwas besonderes-
Instrumente daraus sind faszinierend!

Holzblasinstrument ist die herkömmliche Bezeichnung für Blasinstrumente, bei denen die Schwingung
der Luftsäule mittels Luftblatt oder Rohrblatt erzeugt wird. Die Instrumente bestehen nicht immer aus
Holz; beispielsweise waren die ersten bekannten Flöten aus Knochen hergestellt, und viele heutige Holzblas-
instrumente werden aus Metall oder Kunststoffen gebaut.

Wir beherrschen jedoch alle und sind bemüht das Gute noch besser zu machen und die Beratung und
den Service für unsere Kunden in den Vordergrund zu stellen.

Viel Spaß bei der außerordentlichen Auswahl an unseren Holzblasinstrumenten.

Übersicht unserer Holzblasinstrumentenmarken
Übersicht unserer Holzblasinstrumentenmarken
Tipps zum Kauf einer Klarinette

Von Es- bis Kontrabassklarinette – eine vielfältige Welt
Wenn von Klarinetten die Rede ist, sind in der Regel B-Klarinetten gemeint. Es gibt jedoch noch viele andere Klarinetten in verschiedenen Größen und Stimmungen. So gibt es beispielsweise die große und tiefe Kontrabass-Klarinette, die kleine und hohe Es-Klarinette und dazwischen viele weitere Typen. Manche, wie die B- und A-Klarinette, findet man in fast jedem Orchester. Für andere gibt es lediglich eine Handvoll Kompositionen. Wir gehen hier mal auf die gängige B-Klarinette ein (im Folgenden nur „Klarinette“ genannt).


Auch Kinder können das Klarinettenspielen problemlos erlernen
, es ist jedoch zu beachten, dass die Schneidezähne keine Milchzähne mehr sein sollten.


Der Kauf einer Klarinette
Ob Anfänger oder Profi, beim Kauf einer Klarinette gibt es kein „richtig“ oder „falsch“. Jeder hat im Blick auf das Instrument andere Ziele. Einige üben viel, andere eher wenig, einige können mehr, andere weniger Geld für die Wunschklarinette ausgeben. Es gibt jedoch einige grundlegende Punkte zu beachten, die helfen, die für die eigenen Ansprüche richtige Entscheidung zu treffen.

1. Wie viel kostet eine gute Klarinette?
Die Preise für Klarinetten sind nach oben offen. Für eine Profi-Soloklarinette kann man ohne Weiteres 10.000 Euro ausgeben. Dies ist natürlich für Hobbyspieler und gerade für Anfänger absolut überflüssig. Für eine neue Klarinette, die auch ein Profi problemlos im Orchester spielen kann, zahlt man zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Der Preis richtet sich zumeist nach der Anzahl der Klappen, Ringe und Triller. Je mehr „Funktionen“ die Klarinette hat, desto mehr musikalische Möglichkeiten bietet sie. Daher benötigen Profis mehr Klappen, Ringe und Triller als Anfänger und Hobbyspieler und kaufen so höherpreisige Instrumente.


2. Im Internet oder doch lieber in einem Fachgeschäft kaufen?
Für die Wahl der richtigen Klarinette ist es wichtig, das Instrument vorher auszuprobieren. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen bemerkt auch ein Laie schnell. Fühlen sich die Klappen gut an, ist die Tonansprache auf Anhieb gut und sind die gespielten Töne richtig gestimmt? Welche Klarinette zu einem passt, weiß man oft schon beim ersten Probespielen. Generell sind jedoch die Klarinetten der einzelnen Hersteller untereinander sehr ähnlich. So gibt es beispielsweise die „Schreiber-“ oder die „Adler-Klarinettisten“, für die nie ein anderer Hersteller infrage kommen würde.
 
3. Aufgepasst bei eBay, Discountern und Co.
Natürlich ist es durchaus möglich eine Klarinette über Kleinanzeigen oder auf eBay zu kaufen und die Auswahl ist oft erstaunlich groß. Doch sollte es einem, gerade bei Privatverkäufen, bewusst sein, dass man ein gewisses Risiko eingeht. Die Kommunikation mit dem Verkäufer ist nur begrenzt möglich und auch Beschreibungen und Fotos entsprechen oft nicht dem Original. Zudem entfällt die kostenfreie Wartung.

Hin und wieder bieten auch Discounter Klarinetten zu Schnäppchenpreisen an. Eine gute Klarinette für 80 Euro? Das ist leider nur Wunschdenken. Die etwa in China und aus minderwertigem Material gefertigten Instrumente sind meist schief gestimmt, die Klappen schließen nicht dicht und auch Instrumentenwerkstätten können nicht viel machen, um die Tonqualität zu verbessern. Wer ernsthaft Klarinette spielen möchte, sollte daher dringend die Finger von solchen Angeboten lassen.

4. Untersuchung auf Mängel und Probleme
Egal, wo das neue Instrument gekauft wurde, ein anschließender Blick von einem Profi ist dringend zu empfehlen. Es ist wichtig, eventuelle Fehler früh aufzudecken, um eine mögliche Reklamation in Anspruch nehmen zu können. Die Klarinette sollte auf eventuelle Schäden überprüft werden, die Klappen müssen alle dicht schließen, die Tonhöhe muss richtig gestimmt sein und die Töne müssen leicht ansprechen. Auch kleine Fehler sollten korrigiert werden, da sie sich oft über die Jahre intensivieren und man sich sonst in der Zukunft über diese Nachlässigkeit ärgern würde.

Eine Klarinette sollte man nicht mal eben so kaufen. Ein Instrument hält oft länger als 15 Jahre und wird so mehrere Tausend Stunden lang gespielt. Es lohnt sich also, über Anspruch, Preis und finanzielle Mittel nachzudenken sowie professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Tipps zum Kauf einer Querflöte

Die folgenden Ausführungen wenden sich an Einsteiger, die bisher wenig oder keine Erfahrung mit dem Spiel der Querflöte haben.

Ringklappen oder geschlossene Klappen
Eine Querflöte mit Ringklappen (auch „offene Klappen“, ring keys, open keys) ermöglicht kleinere Tonabstände und damit mehr Tonvarianten. Allerdings verlangt diese Variante eine etwas präzisere Fingertechnik.
Wir bieten grundsätzlich alle Querflöten mit beiden Varianten an.

Das Material – Neusilber, Vernickelt, Versilbert, Vollsilber
Neusilber hat nichts mit Silber zu tun (auch wenn es fast so aussieht), sondern ist eine Legierung aus Kupfer und Zink mit ca. 10% Nickelzusatz. Seit über hundert Jahren ist Neusilber das Standardmaterial im Flötenbau, da es nicht nur sehr stabil und haltbar ist, sondern auch korrosionsbeständig.  

Vernickelt ist die Oberfläche bei Querflöten der untersten Preiskategorie. Von solchen Billig-Flöten ist aufgrund der Allergieproblematik allerdings abzuraten.

Versilbert bedeutet, dass das Instrument aus Neusilber gebaut ist, die Oberfläche aber mit einer dünnen Silberschicht versehen ist (versilbert). Versilbern hat keinen Einfluss auf den Klang einer Querflöte, allerdings wird die fühlbare Wertigkeit als auch die Oberflächengüte verbessert und der Kontakt mit Nickel vermieden. Auch beim Versilbern gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede, z.B. durch fehlende Vorversilberung.

Mit Vollsilber (925er Silber, silver, solid silver, 925 Sterling Silver) wird eine Legierung bezeichnet, die zu 92,5% aus Silber besteht. Reines Silber wäre zu weich für den Instrumentenbau, daher wird ihm hauptsächlich Kupfer und ein kleiner Anteil anderer Metalle zugesetzt, was die Materialhärte entscheidend verbessert. Silber verbessert aufgrund seiner akustischen Eigenschaften im allgemeinen den Klang einer Querflöte, leider steigt mit dem Einsatz dieses edlen Materials auch der Preis. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten: Eine Querflöte aus Vollsilber ist noch keine Garantie für einen guten Klang!

Eine Querflöte kann auch teilweise aus Silber gefertigt sein, z.B. mit einem Kopfstück aus Vollsilber, wodurch sich ihr Klang vor allem bei den Obertönen verbessert.

E–Mechanik / Vorgezogenes G
Mit Hilfe einer E-Mechanik kann die untere G-Klappe geschlossen werden, was die Voraussetzung für eine schnelle, korrekte Ansprache des e‘‘‘ ist. Moderne Querflöten besitzen fast alle eine E-Mechanik.

Vorgezogenes G oder Inline? Das vorgezogene G erkennt man daran, dass die zwei Klappen für den linken Ringfinger eine extra Achse besitzen und etwas vorstehen. Bei Inline-Flöten sitzen diese Klappen mit auf der zentralen Achse.
    
Das C‘‘‘‘
Das C‘‘‘‘ ist ein Schwachpunkt vieler Querflöten im unteren und mittleren Preissegment. Ob eine Querflöte das C‘‘‘‘ gut herausbringt oder nicht, lässt sich nur durch ein Probespielen ermitteln.

Laut und leise
Beim Probespielen der Querflöte sollte man auch mal Passagen bewusst leise spielen. Darauf achten, dass die Flöte auch die leisen Töne klar, sauber und ohne Anstrengung erklingen lässt.

Falls man bereits etwas Erfahrung im Umgang mit der Querflöte hat, sollte man natürlich die Flöte vor dem Kauf möglichst Probespielen.


Unser Qualitätsversprechen
Jede einzelne Querflöte wird von uns persönlich angespielt, geprüft und freigegeben. Damit verbürgen wir uns für perfekte Qualität.
 

Tipps zum Kauf eines Saxophon

Welches Instrument eignet sich nun für einen Anfänger am besten?
Weit verbreitet ist die Ansicht, dass man als Anfänger kein gutes Instrument benötigt, da man ja noch nicht richtig spielen kann. Das ist falsch! Je länger man spielt, verschieben sich die Prioritäten, auf die man beim Neukauf eines Instruments achten sollte. Während für den Anfänger eine gute Intonation und leichte Ansprache des Instruments im Vordergrund stehen, so ist für den Profi meist der Klang des Instruments das wichtigste Entscheidungskriterium.

Saxophone werden heutzutage meist aus Messingblech hergestellt wobei Messing eine Legierung aus Zink und Kupfer ist. Selten gibt es Saxophone, die einen aus anderen Materialen gefertigten Korpus besitzen. Zum Beispiel Vollsilberkorpus oder S-Bogen oder auch eine Legierung deren Kupferanteile erhöht werden und daher eine oftmals rötlichere Legierung zur Folge haben.
Meistens sollen diese etwas weicheren Materialien dem Saxophon eine weichere, rundere Klangfarbe verleihen. Die Oberfläche der Saxophone ist oft in einer Goldlackoptik ausgeführt. Wobei hier das glänzende Messing zum Schutz vor Anlaufen mit einem Klarlack, der in manchen Fällen mit Farbpigmenten veredelt wird, geschützt wird. 

Üblich sind auch Versilberungen des Messingkorpus oder gar Vergoldungen. Heutzutage kann man Saxophone auch in verschiedenen Ausführungen in farbigen oder dunklem Lack, sowie mehrfarbig lackiert, kaufen. Die Oberflächenbehandlung nimmt kaum Einfluss auf den Klang, vielmehr auf die Optik des Instrumentes und stellt daher eine Geschmacksfrage dar.

Den obersten Teil eines Saxophons, zwischen Mundstück und Korpus, nennt man S-Bogen, auch wenn er nur beim Tenorsaxophon einem S gleicht. Der S-Bogen ist ein wichtiger Bestandteil im Hinblick auf Klang, Ansprache und Intonation. Einige Hersteller bieten daher S-Bögen zur Modifizierung der Instrumente separat an.
 
Diese S-Bögen bestehen aus verschiedenen Materialien denen verschiedene Klangeigenschaften zugeordnet werden. Bevor man sich allerdings auf die Suche nach S-Bögen begibt, sollte man genau wissen, welcher Klang einem vorschwebt und über einen guten Ansatz verfügen (mindestens 2-3 Jahre Spielpraxis). Auch hier gilt wie bei der Auswahl des Instrumentes; „Probieren geht über Studieren!“. Nicht jeder S-Bogen ist für jedes Instrument geeignet. Wenn es Probleme beim Anpassen eines S-Bogens gibt, sollte man in jedem Fall einen Instrumentenbauer aufsuchen, der über Spezialwerkzeug zur Anpassung verfügt.

Der Saxophonist sieht sich heute einer unüberschaubaren Flut an Mundstückmodellen und Blättern gegenüber. Wie kann man daraus nun das Beste herausfiltern?
Das ist eine sehr schwierige Frage, die man höchst individuell beantworten muss. Manche Spieler verwenden ihr Leben lang ein Mundstück, andere wechseln ihr Setup sehr oft. Man sollte jedoch keinesfalls den Fehler begehen, dass man sich bei der Wahl des Mundstücks an Vorbildern orientiert. Das gleiche Mundstück wird niemals denselben Sound erzeugen, den man auf CD oder Live beim Spieler XY gehört hat. Was man hört, basiert nur bedingt auf dem Mundstück und den Blättchen, sondern ein Großteil ist auf den Körper und die Spielweise des Instrumentalisten zurückzuführen. Blatt und Mundstück bilden ein kompliziertes Gefüge, dass nur nach dem Kriterium ausgesucht werden sollte: „Hilft es mir meinen Sound zu finden?“ Also auch hier heißt es wieder probieren, probieren, probieren. Kommen Sie vorbei, wir haben das passende für Sie am Lager.


Grundlegendes zu Holz- & Blechblasinstrumenten

Bedeutung des Materials der Grundröhre
Für die Unterscheidung nach Holz- oder Blechblasinstrument ist gerade nicht das Material der Grundröhre entscheidend, sondern das Material im eigentlich tonerzeugenden Teil (im Mundstück). Bei gängigen Instrumenten wie der Trompete und Posaune ist das Mundstück normalerweise aus Metall, also zählen sie zu den Blechblasinstrumenten.

Die überwiegende Mehrheit der Blechblasinstrumente wird aus Blech von Metalllegierungen wie Messing oder Neusilber hergestellt. Besonders bei großen Instrumenten wie dem Sousaphon kommen mitunter Faserverbundwerkstoffe zur Gewichtsersparnis zum Einsatz. Hölzerne Instrumente wie das Alphorn oder das Didgeridoo funktionieren zwar nach dem gleichen Prinzip, werden aber im allgemeinen Sprachgebrauch genauso wie die mit Tonlöchern ausgestatteten Serpente und Zinken historisch nicht zu den Blechblasinstrumenten gezählt, obwohl sie instrumentenkundig dazu gehören, von professionellen Musikern auch so bezeichnet werden und nur der laienhafte Sprachgebrauch hier irrt. Das Klappenhorn und die Ophikleide zählen dagegen allgemein anerkannt im Hinblick auf ihre Entwicklungsgeschichte zu den Blechblasinstrumenten. Auch sie werden mit einem Kesselmundstück angeblasen.

Das Saxophon hingegen gehört aufgrund ihrer Tonerzeugung zur Gruppe der Holzblasinstrumente, obwohl ihr Korpus meist aus Metall hergestellt wird.

Prinzip der Tonerzeugung
Die meisten Musikinstrumente bestehen aus einem Schwingungserzeuger (Generator) und einem Schwingungsverstärker (Resonator). Die Besonderheit der Blechblasinstrumente liegt darin, dass die Schwingungserzeugung durch die Lippen des Spielers erfolgt und somit ein menschliches Organ in diesem Sinne Teil des Instruments wird. Die Luft wird gleichmäßig durch die seitlich gespannten vibrierenden Lippen durch ein Instrumentenmundstück durch das Instrument geblasen.

Je gleichmäßiger die Lippen entsprechend der gewünschten Tonhöhe schwingen, umso „sauberer“ ist der Ton in seiner Qualität. Die ersten Millisekunden in der Tonerzeugung entscheiden die physiologische Qualität eines Instrumententones. Die Dauer eines auszuhaltenden Tones ist abhängig vom Lungenvolumen des Bläsers und der geblasenen Dynamik (Musik): Töne bis ca. 60 Sekunden sind bei geringer Lautstärke möglich.

Physik der Tonerzeugung
Durch das Schwingen der Lippen am Instrument entsteht in diesem eine stehende Welle durch schwingende Luftmoleküle (Grundlegendes dazu in: Polsterpfeife). Der eigentliche Ton tritt am Schallstück aus. Bei den Blechblasinstrumenten hat speziell die Schalltrichterform (auch Schallbecher) physikalisch/akustische Auswirkungen zum einen auf die Klangfarbe und zum anderen auf den Intervallabstand der Naturtöne. Dieser instrumententypische Exponentialtrichter gibt teilweise Schall-Energie in die Umgebung ab, der andere Teil wird zur Erzeugung der stehenden Welle (die aus vielen Impulsen den eigentlichen Ton bildet) wieder ins Rohr reflektiert, der bei den Lippen einen neuen Impuls auslöst. Gleichzeitig entsteht der Effekt der variablen akustischen Rohrlänge: Die Form des Schalltrichters bestimmt den Reflexionspunkt außerhalb des Trichters. Er kann mit Hilfe des Ansatzes verschoben werden, im Prinzip wird dadurch die akustische (=klingende) Rohrlänge verändert.

Einfluss der Schalltrichterform
Nur leicht geöffnete, flache Trichter sind Bügelhörner. Diese Instrumente sprechen sehr leicht an, klingen aber leiser und weicher, da sie nur wenige Obertöne haben. Die Tonhöhe kann vom Bläser mit dem Ansatz gut variiert werden (+10/-50 Cent). Flache Trichter stellen für die Reflexion eine ungenaue Abrisskante dar. Der Trichter verstärkt die Schwingung nur wenig, relativ wenig Schallenergie wird an die Umgebungsluft abgegeben. Gleichzeitig wird dadurch mehr Energie ins Instrument reflektiert, die die leichtere Bildung der stehenden Welle unterstützt.

Steilere Trichter haben Trompete oder Posaune, die relativ schwer ansprechen, aber einen obertonreichen, hellen bis scharfen Ton haben können, der schwieriger intonierbar ist. Dieser lässt sich mitunter nur sehr geringfügig durch Ansatztechnik verschieben, Intonationskorrekturen sind nur in eng begrenztem Umfang möglich. Steile Trichter bilden eine scharfe Abrisskante, geben somit mehr Schallenergie ab und verstärken den Ton. Die Instrumente klingen lauter, verringern dadurch aber gleichzeitig die reflektierte Energie zur Bildung der stehenden Welle.

Einfluss der Mensur
Das Kessel- oder Trichtermundstück steckt in einem meist konischen Mundrohr. Die nachfolgenden zylindrischen Rohre, wo sich auch die Ventilbögen befinden, definieren die „Bohrung“. Mitunter folgt darauf noch ein konischer „Anstoß“, bevor das Instrument im Schallstück mit dem Schalltrichter mündet. Die Längen und Durchmesser dieser einzelnen Segmente bestimmen insgesamt die Mensur des jeweiligen Blechblasinstruments. Dieser Begriff bezeichnet also die Steigung des Rohrdurchmessers zur jeweiligen Position in der Grundrohrlänge. Ein exaktes metrisches Maß kann daher nicht definiert werden, sondern man vergleicht meistens gleichlange Instrumente miteinander.

Die Mensur bestimmt einerseits die Klangfarbe des Instruments: Eine Posaune klingt heller als ein Baritonhorn. Andererseits beeinflusst sie, wie gut der 1.Naturton (der „Grundton“) anspricht. Der tiefste spielbare Ton der Naturtonreihe liegt mitunter eine Oktave über dem eigentlichen Grundton. Entsprechend schwierig ist es, tiefe Passagen auf dem F-Waldhorn zu spielen, während die gleiche Lage bei einer gleich langen F-Tuba den Normalfall bildet.

Weiterhin hat die Mensur Einfluss auf den exakten Intervallabstand der Naturtonreihe. Durch gezielte punktuelle Durchmesserveränderungen können bestimmte Naturtöne in ihrer Intonation verändert werden. 

Der höchste spielbare Ton ist vom Können des Bläsers abhängig, das Mundstück hat allerdings einen starken Einfluss darauf. Kleinere Mundstücke mit engerer Bohrung begünstigen die Ansprache höherer Töne, führen aber zu einem schärferen Klang vor allem in den tieferen Lagen.

Veränderung der Resonanzrohrlänge
Um eine chromatische Spielweise zu ermöglichen, stattete man Blechblasinstrumente bereits im 14. Jahrhundert mit der Möglichkeit aus, die Rohrlänge durch einen Zug (Teleskop-Rohr) zu verlängern (Zugtrompete, Posaune). Dadurch erschlossen sich weitere proportional verschobene Naturtonreihen. Das Gegenteil dazu bilden die danach entstanden Instrumente mit Tonlöchern oder Klappen (Klappenhorn, Ophikleide), bei denen die Luftsäule entsprechend verkürzt wird.

Heutzutage werden vorwiegend Posaunen mit einem Zug (teilweise ergänzt durch ein oder zwei Ventile) gespielt. Klappeninstrumente werden überwiegend nur noch im Sinne der historischen Aufführungspraxis verwendet.