Charakter und Ausstrahlung
macht den Unterschied!

Für die Unterscheidung nach Holz- oder Blechblasinstrument ist gerade nicht das Material der Grundröhre entscheidend, sondern das Material im eigentlich tonerzeugenden Teil im Mundstück. Bei gängigen Instrumenten wie der Trompete und Posaune ist das Mundstück normalerweise aus Metall, also zählen sie zu den Blechblasinstrumenten.

Das Saxophon hingegen gehört aufgrund ihrer Tonerzeugung zur Gruppe der Holzblasinstrumente, obwohl ihr Korpus meist aus Metall hergestellt wird.

Wir legen nicht besonders Wert darauf in welche Gruppe welches Instrument gehört sondern in wessen Hand
wir es weitergeben.

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Übersicht unserer Blechblasinstrumentenmarken
Unsere Blechblasinstrumentenmarken
Tipps zum Kauf einer Trompete

Als erstes sollte man sich darüber im Klaren sein, das man eine Trompete Jahrelang spielen kann. Eine gute Verarbeitung als auch eine gutes Material sind also von entscheidender Wichtigkeit. Bei "Billig"-Instrumenten kauft man meistens 2-Mal, da man nach ein paar Monaten feststellt, das der Klang, die Spielbarkeit oder die Verarbeitung doch nicht so sind, wie man es gerne hätte.

Materialien und Beschichtungen/Lackierungen 
Das beim Metallblasinstrumentenbau am häufigsten verwendete Metall ist Messing. Neusilber, bestehend aus Messing mit 10-15% Nickelanteil, benutzt man unter anderem für die Beschichtung des Instruments, da es besonders widerstandsfähig gegen chemische Einflüsse ist. Weitere Beschichtungen sind Klarlack, Goldlack, Farblack, Silber, Gold, oder Nickel.

Nickel, Silber und Goldmessing, finden Verwendung in ästhetisch-künstlerischen Elementen des Instrumentes. Zinn und Blei werden als Lötmittel verwendet. Die Blechdicke einer Trompete sollte zwischen 0,35mm bis 0,50mm liegen.

In der Verarbeitung von Ventilen und Kolben wird häufig vernickeltes Messing benutzt, das an einer silbernen Beschichtung zu erkennen ist. Auch nichtrostender Edelstahl wird gelegentlich für das Ventilgehäuse verwendet.

Zylinder/Drehventile oder Perinet/Pumpventile
Die Frage ist schnell beantwortet. Drehventile haben einen kürzeren Druckweg und sind Wartungsfreundlicher. Sie fallen so gut wie nie aus und sind ein wenig "Edler". Perinet, also Pumpventile, sind weiter verbreitet bei Trompeten und von der Mechanik wesentlich einfacher. Kurz gesagt. Bei Trompeten empfehle ich grundsätzlich Perinet/Pumpventile. Ab und zu ein wenig Öl, und die Maschine läuft in der Regel immer gut.

Das Mundstück
Entscheidend für das erfolgreiche Erlernen der Trompete ist die Wahl des richtigen Mundstückes. Die Ausführung des Mundstücks hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf eine gute Ansprache und - vor allen Dingen - die Tonqualität.

Faktoren wie Kesseltiefe, Kesseldurchmesser und Bohrung sind sehr wichtig und sollten sorgfältig ausgewählt werden, am besten vor Ort bei uns, wir beraten Sie gerne. Eine unüberschaubare Vielfalt an Mundstücken erlaubt eine individuelle Auswahl. Das Mundstück muss einfach passen.

Grundlegendes zu Holz- & Blechblasinstrumenten

Bedeutung des Materials der Grundröhre
Für die Unterscheidung nach Holz- oder Blechblasinstrument ist gerade nicht das Material der Grundröhre entscheidend, sondern das Material im eigentlich tonerzeugenden Teil (im Mundstück). Bei gängigen Instrumenten wie der Trompete und Posaune ist das Mundstück normalerweise aus Metall, also zählen sie zu den Blechblasinstrumenten.

Die überwiegende Mehrheit der Blechblasinstrumente wird aus Blech von Metalllegierungen wie Messing oder Neusilber hergestellt. Besonders bei großen Instrumenten wie dem Sousaphon kommen mitunter Faserverbundwerkstoffe zur Gewichtsersparnis zum Einsatz. Hölzerne Instrumente wie das Alphorn oder das Didgeridoo funktionieren zwar nach dem gleichen Prinzip, werden aber im allgemeinen Sprachgebrauch genauso wie die mit Tonlöchern ausgestatteten Serpente und Zinken historisch nicht zu den Blechblasinstrumenten gezählt, obwohl sie instrumentenkundig dazu gehören, von professionellen Musikern auch so bezeichnet werden und nur der laienhafte Sprachgebrauch hier irrt. Das Klappenhorn und die Ophikleide zählen dagegen allgemein anerkannt im Hinblick auf ihre Entwicklungsgeschichte zu den Blechblasinstrumenten. Auch sie werden mit einem Kesselmundstück angeblasen.

Das Saxophon hingegen gehört aufgrund ihrer Tonerzeugung zur Gruppe der Holzblasinstrumente, obwohl ihr Korpus meist aus Metall hergestellt wird.

Prinzip der Tonerzeugung
Die meisten Musikinstrumente bestehen aus einem Schwingungserzeuger (Generator) und einem Schwingungsverstärker (Resonator). Die Besonderheit der Blechblasinstrumente liegt darin, dass die Schwingungserzeugung durch die Lippen des Spielers erfolgt und somit ein menschliches Organ in diesem Sinne Teil des Instruments wird. Die Luft wird gleichmäßig durch die seitlich gespannten vibrierenden Lippen durch ein Instrumentenmundstück durch das Instrument geblasen.

Je gleichmäßiger die Lippen entsprechend der gewünschten Tonhöhe schwingen, umso „sauberer“ ist der Ton in seiner Qualität. Die ersten Millisekunden in der Tonerzeugung entscheiden die physiologische Qualität eines Instrumententones. Die Dauer eines auszuhaltenden Tones ist abhängig vom Lungenvolumen des Bläsers und der geblasenen Dynamik (Musik): Töne bis ca. 60 Sekunden sind bei geringer Lautstärke möglich.

Physik der Tonerzeugung
Durch das Schwingen der Lippen am Instrument entsteht in diesem eine stehende Welle durch schwingende Luftmoleküle (Grundlegendes dazu in: Polsterpfeife). Der eigentliche Ton tritt am Schallstück aus. Bei den Blechblasinstrumenten hat speziell die Schalltrichterform (auch Schallbecher) physikalisch/akustische Auswirkungen zum einen auf die Klangfarbe und zum anderen auf den Intervallabstand der Naturtöne. Dieser instrumententypische Exponentialtrichter gibt teilweise Schall-Energie in die Umgebung ab, der andere Teil wird zur Erzeugung der stehenden Welle (die aus vielen Impulsen den eigentlichen Ton bildet) wieder ins Rohr reflektiert, der bei den Lippen einen neuen Impuls auslöst. Gleichzeitig entsteht der Effekt der variablen akustischen Rohrlänge: Die Form des Schalltrichters bestimmt den Reflexionspunkt außerhalb des Trichters. Er kann mit Hilfe des Ansatzes verschoben werden, im Prinzip wird dadurch die akustische (=klingende) Rohrlänge verändert.

Einfluss der Schalltrichterform
Nur leicht geöffnete, flache Trichter sind Bügelhörner. Diese Instrumente sprechen sehr leicht an, klingen aber leiser und weicher, da sie nur wenige Obertöne haben. Die Tonhöhe kann vom Bläser mit dem Ansatz gut variiert werden (+10/-50 Cent). Flache Trichter stellen für die Reflexion eine ungenaue Abrisskante dar. Der Trichter verstärkt die Schwingung nur wenig, relativ wenig Schallenergie wird an die Umgebungsluft abgegeben. Gleichzeitig wird dadurch mehr Energie ins Instrument reflektiert, die die leichtere Bildung der stehenden Welle unterstützt.

Steilere Trichter haben Trompete oder Posaune, die relativ schwer ansprechen, aber einen obertonreichen, hellen bis scharfen Ton haben können, der schwieriger intonierbar ist. Dieser lässt sich mitunter nur sehr geringfügig durch Ansatztechnik verschieben, Intonationskorrekturen sind nur in eng begrenztem Umfang möglich. Steile Trichter bilden eine scharfe Abrisskante, geben somit mehr Schallenergie ab und verstärken den Ton. Die Instrumente klingen lauter, verringern dadurch aber gleichzeitig die reflektierte Energie zur Bildung der stehenden Welle.

Einfluss der Mensur
Das Kessel- oder Trichtermundstück steckt in einem meist konischen Mundrohr. Die nachfolgenden zylindrischen Rohre, wo sich auch die Ventilbögen befinden, definieren die „Bohrung“. Mitunter folgt darauf noch ein konischer „Anstoß“, bevor das Instrument im Schallstück mit dem Schalltrichter mündet. Die Längen und Durchmesser dieser einzelnen Segmente bestimmen insgesamt die Mensur des jeweiligen Blechblasinstruments. Dieser Begriff bezeichnet also die Steigung des Rohrdurchmessers zur jeweiligen Position in der Grundrohrlänge. Ein exaktes metrisches Maß kann daher nicht definiert werden, sondern man vergleicht meistens gleichlange Instrumente miteinander.

Die Mensur bestimmt einerseits die Klangfarbe des Instruments: Eine Posaune klingt heller als ein Baritonhorn. Andererseits beeinflusst sie, wie gut der 1.Naturton (der „Grundton“) anspricht. Der tiefste spielbare Ton der Naturtonreihe liegt mitunter eine Oktave über dem eigentlichen Grundton. Entsprechend schwierig ist es, tiefe Passagen auf dem F-Waldhorn zu spielen, während die gleiche Lage bei einer gleich langen F-Tuba den Normalfall bildet.

Weiterhin hat die Mensur Einfluss auf den exakten Intervallabstand der Naturtonreihe. Durch gezielte punktuelle Durchmesserveränderungen können bestimmte Naturtöne in ihrer Intonation verändert werden. 

Der höchste spielbare Ton ist vom Können des Bläsers abhängig, das Mundstück hat allerdings einen starken Einfluss darauf. Kleinere Mundstücke mit engerer Bohrung begünstigen die Ansprache höherer Töne, führen aber zu einem schärferen Klang vor allem in den tieferen Lagen.

Veränderung der Resonanzrohrlänge
Um eine chromatische Spielweise zu ermöglichen, stattete man Blechblasinstrumente bereits im 14. Jahrhundert mit der Möglichkeit aus, die Rohrlänge durch einen Zug (Teleskop-Rohr) zu verlängern (Zugtrompete, Posaune). Dadurch erschlossen sich weitere proportional verschobene Naturtonreihen. Das Gegenteil dazu bilden die danach entstanden Instrumente mit Tonlöchern oder Klappen (Klappenhorn, Ophikleide), bei denen die Luftsäule entsprechend verkürzt wird.

Heutzutage werden vorwiegend Posaunen mit einem Zug (teilweise ergänzt durch ein oder zwei Ventile) gespielt. Klappeninstrumente werden überwiegend nur noch im Sinne der historischen Aufführungspraxis verwendet.